Samstag, 19. September 2020


 Immer wieder werden wir, Gabriele und Angelika, gefragt:

" Kommt das Geld auch wirklich bei den Bedürftigen an? Was passiert wirklich mit unseren Spenden? Geben die Menschen im Township das Geld auch wirklich für Lebensmittel und andere lebensnotwendigen Sachen aus? Könnt ihr Euren Helfern vor Ort wirklich vertrauen?"

Hier möchten wir Euch einmal genau von unserem kleinen, aber effektvollen Netzwerk in SA erzählen:

Zwei Menschen, der Pastor und gleichzeitig Lehrer David verwaltet für unseren Verein alles Geld, dass wir ihm aus Deutschland schicken und leitet es an die Einrichtungen, unseren Lehrerinnen, der Schule und unserer zweiten Frau, unserer Supervisorin Annie weiter.

In Notzeiten, wie dieser, beauftragt er vier weitere Pastoren mit der Verteilung von Lebensmitteln etc.

Alle Pastore besorgen die Materialien und geben sie an einer Sammelstelle aus. Sie dürfen im Augenblick aus Gründen der Ansteckungsgefahr nicht in die Townships gehen. Es werden nur die für das Überleben wichtigsten Dinge besorgt und nun, nach dem Brand natürlich auch Hausgegenstände.( Der Staat gibt Holz und Wellblech für neue Hütten.)

Annie kümmert sich um die Familien, indem Sie Kontakt hält, mit den Frauen einkaufen geht, schaut, was die Kinder benötigen. Sie geht regelmäßig in die Kindergärten, schaut auch dort nach unseren Lehrerinnen und Kindern und besorgt notwendige Dinge für die Arbeit im Kindergarten und, wenn nötig, bringt sie auch dorthin Lebensmittel.

Beide Personen sind uns seit Beginn unserer Vereinsarbeit in SA als besonders vertrauenswürdig bekannt und auch sie selbst würden ihr letztes Hemd geben, wenn sie anderen helfen können.

Daneben gibt es viele Menschen, die immer wieder für uns oder die Kinder da sind, die ich hier nicht im Einzelnen benennen möchte.

Nach unserer Bitte um Spenden haben wir nun wieder die Möglichkeit, zwei Monate lang Essensgeld zu schicken. Daneben werden wir uns an die Anschaffung von 10 Betten beteiligen, die David günstig besorgen konnte.

Hier eine Whatsapp von ihm (so verständigen wir uns schnell und effektiv häufig😀):

Hello Gabriele and Gabriele - hope you are well. We are fine. We thank you and all members of your organisation for the support. We are feeding many. The online shopping is working well. People are very greatful.. Saw Tania and she looked very happy. I have been meeting to see how to help the fire victims nowthat the council has provided some material to rebuild the shacks. It seems so far that 10 people need beds. so would like to buy 10 beds and mattrasses. The beds are made by the epilepsy association so there are good and cheap. Enjoy the last of the warmer weather and stay well. Shalom David.

Und auch wir, Gabriele und Angelika, möchten uns an dieser Stelle für die wunderbaren Geldspenden ganz, ganz herzlich bedanken.💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗

Shalom Gabriele

Dienstag, 8. September 2020

 

Corona und Südafrika

 Nachdem wir im April aus Südafrika ausgeflogen wurden, haben wir lange nichts mehr von uns hören lassen – zu schrecklich waren und sind die Lebensumstände in unserem geliebten Hout Bay.

Doch heute, nach einer erneuten Schreckensmeldung, möchten wir uns wieder an Euch wenden:

Wieder ein Riesenfeuer in den gebeutelten Townships von Kapstadt. (Meldung von gestern).



Nach der Schießung von Schulen, Kindergärten, aber auch von Geschäften, Restaurants, Klein-und Mittelbetrieben der Handwerke- Lookdown für alle Menschen, die als Tagelöhner ihr Geld verdienen konnten, also Arbeitslosigkeit und Hungersnot, jetzt auch noch Wohnungslosigkeit.

Hab und Gut zu verlieren ist schon ohne Corona ein fast nicht zu bewältigender Schicksalsschlag, in dieser Zeit aber die größte Hoffnungslosigkeit, der diese Familien, unsere Familien, ausgesetzt sind.

Auch wir verzweifeln.

Haben wir es doch all diese vielen Monate lang geschafft, unsere Familien mit Nahrung zu versorgen, dank Euch, unseren unermüdlichen Geldgebern.

In der Vor-Coronazeit konnten wir neben den regelmäßigen Spenden von Euch immer wieder durch Vorträge, Spendenläufe von Schulen, Aktionen wie die Schuhsammlung etc. zusätzliches Geld erwirtschaften.


Das geht jetzt (in Coronazeiten) nicht mehr.

Deshalb unsere riesengroße Bitte (auch wenn wir schon wieder nerven):

Spendet bitte, bitte, bitte so viel Geld wie Ihr entbehren könnt, für unsere Kinder der Einen Welt, um Ihnen eine Chance zum Überleben zu bieten. Bildung war gestern und ist morgen, heute geht es um das tägliche Brot und einem Dach über den Kopf.

Gabriele und Angelika