Samstag, 2. Januar 2021

Immer wieder erreichen uns viele, viele Danksagungen.

Es beschämt uns, dass sie bisher nur an uns gerichtet waren. In meinen letzten Mails bat ich deshalb sowohl unseren Pastor, als auch eine der Kindergartenleiterinnen, den vielen Sponsoren zu danken, die unsere Arbeit in erheblichen Maße fruchtbar machen.

Hier der Brief von unserem Pastor David Coleman, der die Geschicke in SA in finanziellem Verteilen der Gelder für uns lenkt:

Dear Angelika , Gabriele and all involved in Noluthando's


On behalf of many in the Hout Bay community we thank you for your generosity throughout this difficult and challenging year. Covid 19 has caused much damage to many peoples livelihoods in Hout Bay and in general across South Africa. Life is hard for many and government assistance is totally inadequate. You wonderful people have been saviours to many people in the Imizamo Yethu and Hangberg communities. We are grateful to you that we have been able to sustainably feed 45 = 50 families a week. Each family represents approximately 7 people. In numbers it means that approximately 12600 people have received sufficient nutrition via the food parcels that have been distributed. Over the Christmas week we fed 100 families. All thanks to your generosity. With one in four people being unemployed the situation is dire, but you have made a difference in people's lives. 
In these communities many people live in 3mx 3m tin shacks. These shacks catch fire due to illegal electricity connections and in these fires up to 100 families lose their homes and many lose everything they have. Your kindness has enabled us to supply beds and mattresses to some of them as well as assist with getting them on their feet with electricity and new cards for the bus transport. Many of the people also got helped with additional food as well. 

With Covid, sanitising is very important. In the townships 40 people share a toilet and a tap for water.  You have helped to supply sanitiser for the toilets, for creches and the community centre where public meetings take place. 

In order to distribute food and assist people we mobilised churches as the people in these organizations volunteered their services and ensured that the food got to people in need.

May God bless you for thinking and caring for those in need.

We wish you all a healthy and prosperous 2021. 
Shalom
David Coleman


Und ein weiterer Brief von einer Leiterin eines unserer Kindergärten:

To the sponsors of Wavecrest educare children:

Happy new year.
Thank you for your support in sponsoring our children.
In our cetre we try to give the children all the basics needs and every day twice food.
With the help of you huys sponsoring we can help single parents that struggle to put their little ones  and keep the children in the safe enviroment, our centre.
I will send pictures of the little ones once we re open to show you all how happy they are. 
Thank you to all of you may God blessed and protect all of you.
Be safe.
Lots of love
DESNE ( principal of Wavecrest educare centre)
Special thank you Gabrielle and Angelica.
Hope to see you soon in South Africa.💓💓💓💓💓💓💓💓💓

Wir haben alle, ob hier in Deutschland oder noch extremer in SA einen langen Weg vor uns, bis die Lage sich entspannt.
Möge Euch und uns nicht die Puste ausgehen, weiterhin nachhaltig für das Wohl der Kleinsten in unserer Gesellschaft zu kämpfen.

Auch von unserer Seite noch einmal ein GROSSES DANKESCHÖN an alle Menschen, die das NETZWERK NOLUTHANDO bilden👍

Gabriele und Angelika

Dienstag, 15. Dezember 2020

 



Wieder gibt es viele Nachrichten aus unserem Verein. 😪

Nicht nur in Deutschland, auch in Südafrika ist der große Lockdown ein zweites Mal ausgerufen.

Ab morgen schließen wieder alle Geschäfte, Schulen, Kindergärten, Werkstätten,Cafes und Restaurants..... bis auf die Lebensmittelgeschäfte.

Die Tagelöhner können nicht mehr arbeiten, obwohl es erst gerade wieder mit dem Geld verdienen begann.

Wir sind geschockt, auch im dortigen Sommer ist die Pandemie nicht aufzuhalten.

Seit März versorgen wir ca.unsere hundert Familien mit Nahrung und hofften, dass sie bald wieder selbst für das Essen verdienen können.- Und nun wieder das😖

Dank der Spendenbereitschaft unserer Mitwirkenden hat es bisher geklappt doch jetzt wird es natürlich wieder knapp, haben wir doch monatlich inzwischen ganz schön hohe Fixkosten.

Seit wir unser ganzes Herzblut in die Entwicklung "unserer" Kinder in SA geben, gibt es immer und immer wieder kleine und große Wunder und wir sind wirklich zu Rettern geworden. Und das wird auch dieses Mal so sein.😉

Doch die Anerkennung gehört Euch. Wir beten, dass auch die Pandemie in Afrika, zwar mit großen Blessuren, aber doch heile überstanden wird.

Euch allen, die ihr sooooo treu an unserer Seite steht, wünschen wir 

Gesegnete Weihnachten und viel Hoffnung und Gesundheit im nächsten Jahr.

Eure Gabriele und Angelika💓💓💓💓

Samstag, 14. November 2020

 Wir konnten im Oktober wieder kleine, neue Schritte tun, um unser Sponsoring zu erweitern.Nachdem wir auf Euch Sponsoren wieder einmal mit einer Hoffnung zugegangen sind, wir viele Briefe geschrieben, viele Flyer verteilt und mit vielen Menschen gesprochen haben, konnten wir ein kleines, weiteres Ziel fast erreichen.

Unser Ziel, 10-15 neue Kindergartenplätze zu schaffen, um den, durch Corona stark verarmten Familien einen kleinen✨"Stern der Hoffnung"✨ leuchten zu lassen, haben wir fast erreicht.

Elf neue Kindergartenplätze können wir nun anbieten, und wir hoffen auf weitere Rückmeldungen bis Weihnachten. Dann kann das neue Schuljahr in Afrika hoffnungsvoll beginnen.

Wir sind stolz auf unsere deutschen Freunde. DANKE EUCH ALLEN !!!!!!🌟

Die Situation in Südafrika hat sich durch die zurückgehenden Coronazahlen leicht entspannt. Leider sind dennoch die meisten Frauen und Männer weiterhin arbeitslos, da die Wirtschaft schlecht läuft und der Tourismus total zurückgegangen ist. So bleiben auch dort viele Restaurants, Cafes etc..geschlossen.    Hilfe von uns ist nach wie vor wichtig.

Für Weihnachten haben wir uns vorgenommen, jedem unserer  Kindergartenkinder ein kleines Geschenk zu machen. Wir gehen davon aus, dass Weihnachtsgeschenke dieses Jahr für die meisten Kinder ausfallen. 

Annie, unsere fleißige Supervisorin vor Ort, wird sich darum kümmern.

Unsere "Lehrerinnen" haben die Coronazeit einigermaßen überstanden und sind mit viel Freude und Elan wieder an der Arbeit.Dafür werden sie mit einem leckeren Essen und einer kleinen Gratifikation belohnt. Wir können uns seeehr auf sie verlassen, da sie mit dem Herzen hinter unserem Frühförderprogramm stehen.

Ob wir im nächsten Jahr das geliebte Afrika mit unseren Kindern im Frühförderprogramm wiedersehen? Wir haben große Sehnsucht nach ihnen.

Wie gut, dass dennoch unsere Projekte gut laufen.😊

Samstag, 19. September 2020


 Immer wieder werden wir, Gabriele und Angelika, gefragt:

" Kommt das Geld auch wirklich bei den Bedürftigen an? Was passiert wirklich mit unseren Spenden? Geben die Menschen im Township das Geld auch wirklich für Lebensmittel und andere lebensnotwendigen Sachen aus? Könnt ihr Euren Helfern vor Ort wirklich vertrauen?"

Hier möchten wir Euch einmal genau von unserem kleinen, aber effektvollen Netzwerk in SA erzählen:

Zwei Menschen, der Pastor und gleichzeitig Lehrer David verwaltet für unseren Verein alles Geld, dass wir ihm aus Deutschland schicken und leitet es an die Einrichtungen, unseren Lehrerinnen, der Schule und unserer zweiten Frau, unserer Supervisorin Annie weiter.

In Notzeiten, wie dieser, beauftragt er vier weitere Pastoren mit der Verteilung von Lebensmitteln etc.

Alle Pastore besorgen die Materialien und geben sie an einer Sammelstelle aus. Sie dürfen im Augenblick aus Gründen der Ansteckungsgefahr nicht in die Townships gehen. Es werden nur die für das Überleben wichtigsten Dinge besorgt und nun, nach dem Brand natürlich auch Hausgegenstände.( Der Staat gibt Holz und Wellblech für neue Hütten.)

Annie kümmert sich um die Familien, indem Sie Kontakt hält, mit den Frauen einkaufen geht, schaut, was die Kinder benötigen. Sie geht regelmäßig in die Kindergärten, schaut auch dort nach unseren Lehrerinnen und Kindern und besorgt notwendige Dinge für die Arbeit im Kindergarten und, wenn nötig, bringt sie auch dorthin Lebensmittel.

Beide Personen sind uns seit Beginn unserer Vereinsarbeit in SA als besonders vertrauenswürdig bekannt und auch sie selbst würden ihr letztes Hemd geben, wenn sie anderen helfen können.

Daneben gibt es viele Menschen, die immer wieder für uns oder die Kinder da sind, die ich hier nicht im Einzelnen benennen möchte.

Nach unserer Bitte um Spenden haben wir nun wieder die Möglichkeit, zwei Monate lang Essensgeld zu schicken. Daneben werden wir uns an die Anschaffung von 10 Betten beteiligen, die David günstig besorgen konnte.

Hier eine Whatsapp von ihm (so verständigen wir uns schnell und effektiv häufig😀):

Hello Gabriele and Gabriele - hope you are well. We are fine. We thank you and all members of your organisation for the support. We are feeding many. The online shopping is working well. People are very greatful.. Saw Tania and she looked very happy. I have been meeting to see how to help the fire victims nowthat the council has provided some material to rebuild the shacks. It seems so far that 10 people need beds. so would like to buy 10 beds and mattrasses. The beds are made by the epilepsy association so there are good and cheap. Enjoy the last of the warmer weather and stay well. Shalom David.

Und auch wir, Gabriele und Angelika, möchten uns an dieser Stelle für die wunderbaren Geldspenden ganz, ganz herzlich bedanken.💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗💗

Shalom Gabriele

Dienstag, 8. September 2020

 

Corona und Südafrika

 Nachdem wir im April aus Südafrika ausgeflogen wurden, haben wir lange nichts mehr von uns hören lassen – zu schrecklich waren und sind die Lebensumstände in unserem geliebten Hout Bay.

Doch heute, nach einer erneuten Schreckensmeldung, möchten wir uns wieder an Euch wenden:

Wieder ein Riesenfeuer in den gebeutelten Townships von Kapstadt. (Meldung von gestern).



Nach der Schießung von Schulen, Kindergärten, aber auch von Geschäften, Restaurants, Klein-und Mittelbetrieben der Handwerke- Lookdown für alle Menschen, die als Tagelöhner ihr Geld verdienen konnten, also Arbeitslosigkeit und Hungersnot, jetzt auch noch Wohnungslosigkeit.

Hab und Gut zu verlieren ist schon ohne Corona ein fast nicht zu bewältigender Schicksalsschlag, in dieser Zeit aber die größte Hoffnungslosigkeit, der diese Familien, unsere Familien, ausgesetzt sind.

Auch wir verzweifeln.

Haben wir es doch all diese vielen Monate lang geschafft, unsere Familien mit Nahrung zu versorgen, dank Euch, unseren unermüdlichen Geldgebern.

In der Vor-Coronazeit konnten wir neben den regelmäßigen Spenden von Euch immer wieder durch Vorträge, Spendenläufe von Schulen, Aktionen wie die Schuhsammlung etc. zusätzliches Geld erwirtschaften.


Das geht jetzt (in Coronazeiten) nicht mehr.

Deshalb unsere riesengroße Bitte (auch wenn wir schon wieder nerven):

Spendet bitte, bitte, bitte so viel Geld wie Ihr entbehren könnt, für unsere Kinder der Einen Welt, um Ihnen eine Chance zum Überleben zu bieten. Bildung war gestern und ist morgen, heute geht es um das tägliche Brot und einem Dach über den Kopf.

Gabriele und Angelika




 

 

Mittwoch, 15. April 2020

Wir sind wieder daheim!!!🏡🏡🏡

Sehr, sehr dankbar sind wir dem Deutschen Auswärtigem Amt, das uns in ihr Rückholprogramm aufgenommen und uns gesund nach Deutschland zurückgeflogen hat. DANKE!!!!!!💑

Die letzten zwei Wochen, als der "Lockdown" in Südafrika ausgerufen, die Kindergärten und somit unser Programm gestoppt wurde, fühlten wir uns plötzlich arbeitslos.
Unsere "Teacher" flüchteten z.T. in ihre Heimatorte, da sie sich dort sicherer fühlen.

Durch unsere Whatsapp Kontakte hörten wir von den vielen arbeitslosen, und damit hungernden Menschen.

Wir nahmen diese Information als neue Aufgabe an.  Fast 3/4  "unserer" Familien lebten schon von den letzten Vorräten, und wir versorgten sie.

Mit viel Freude empfingen die Eltern unserer Patenkinder die Lebensmittelspenden und für die ganz Kleinen gab es noch ein Paket Windeln dazu.😊


Durch unseren Pastor hörten wir täglich von immer mehr Not und setzten uns entsprechend immer mehr ein. Wir kauften jede Menge Grundnahrungsmittel, und der Pastor verteilte sie an die Menschen in den Townships. Nun wurden auch alte und kranke Frauen und Männer bedacht, für manche sogar mitgekocht. (s.vorheriger Blog)
Hier teilt er die Riesentüte Reis in viele kleine Portionen auf.


Der "Lockdown" wird in Südafrika bis mindestens Ende des Monats weitergeführt, und die Menschen hungern mehr und mehr.



Wir setzen von Deutschland die "Hungerhilfe" weiter fort und wissen, dass das Geld gut verteilt wird.           ☕🍝🍜🍛🍞🍵🍅🍌🍆

Ganz, ganz froh sind wir, dass wir auch aus der Ferne helfen können, verfolgen uns doch die Bilder unserer Kinder, Eltern und alten Menschen auch hier noch sehr.

An dieser Stelle möchten wir uns wieder einmal bei all den selbstlosen Menschen bedanken, die durch eine Geldspende unsere Hilfen erst möglich machen. Wir können uns, ehrlich gesagt, nicht oft genug bedanken, hoffen wir doch ein wenig Not lindern zu können. DANKE. Danke. Danke

In der Hoffnung, nach der Pandemie alle Südafrikaner/innen und alle Spender/innen gesund wieder zu erleben, schließe ich nun den Blog, bis wir - hoffentlich - unsere Arbeit in SA wieder aufnehmen dürfen.

Bleibt alle gesund.💗💗💗💗  wünschen Gabriele und Angelika

Freitag, 3. April 2020


Wahrscheinlich geht es Euch wie uns......................

wir fühlen uns in einer unwirklichen Welt. Alles, was wir bisher gelebt haben, scheint in Frage gestellt zu sein. Wir fragen uns, was wir dadurch neu begreifen sollen und können.
Die Bestimmungen sind hier sehr streng. Nur einkaufen und Arztbesuche sind erlaubt, keine Spaziergänge am Strand, keine sonstigen Vergnügungen, keine Ausflüge in andere Orte. Alkohol, Zigaretten, Haushaltwaren, Make up etc..... werden nicht mehr verkauft. Die Hygienebestimmungen in den Lebensmittelgeschäften sind sehr hoch, sodass wir uns geschützt fühlen.


Zu Beginn des Lockdowns  erlebten wir viele afrikanischen Menschen in totaler Feier-und Ferienlaune. In Gruppen von vielen Menschen genossen sie die neu geschenkte Freiheit ohne Arbeit, setzten sich zusammen zum Feiern und Trinken.

Die Feierlaune verschwand sehr schnell, als sie kein Geld mehr verdienen konnten und keine Lebensmittel für den täglichen Bedarf mehr bekamen.
Einige unserer allein erziehenden Mütter hatten die Arbeit schon Wochen vorher verloren und auch die alten und behinderten Menschen lebten von den letzten Ersparnissen.
Wir selbst, die keine Aufgaben mehr hatten, fühlten uns hilflos und eingesperrt.

Und dann trafen wir auf Henry, einen Township Pastor.
Mit ihm gingen wir einkaufen, sortierten die Waren und Henry lieferte sie dann aus. Wir erreichten auch alle Familien unserer Projekte.
Viele Menschen sind sehr verzweifelt und kämpfen ums Überleben. Es war schon recht schwierig, die Lebensmittel zu bekommen und einzuteilen.




Wir fühlen uns an der richtigen Stelle, fühlen uns gebraucht und die Gelder unseres Vereins fließen jetzt zunächst mal in hungrige Mägen.

Wie gut, dass auch jetzt einige unsere deutschen Spender die ersten "Hungergroschen" gespendet haben. DANKE. Den Dank der Familien heimsen wir ein, obwohl IHR es seid, die uns das hier alles ermöglichen.



Wir freuen uns, dass wir zur richtigen Zeit am für uns richtigen Platz sind.