Dienstag, 12. Dezember 2017


Viele Bilder, viele Eindrücke:

  • Gebrauchte Teddybären kaufen, waschen und und sie in die Päckchen legen.
  • TShirts in allen Größen in zig Geschäften aufkaufen und sie mit dem Logo bedrucken lassen.
  • Viele kleine und große Feste feiern.
  • Viele, viele Geschenke verteilen.
  • Besuche armer Familen und dort Sachen hinbringen, auch Eltern und Geschwistern.
  • Den Einrichtungen neue Sachen zum Spielen schenken.










Jetzt nur noch letzte Dinge verteilen, dann sind für ALLE, auch uns, erst mal vier Wochen Ferien angesagt.
Das haben wir auch bitter nötig.
Und dennoch geht eine ans Herz gehende Zeit für uns vorüber. Allen Menschen, die regelmäßig und auch spontan zum Weihnachtfest Geschenke in jeglicher Form geschickt haben, sei ein liebes Dankeschön und FROHE WEIHNACHTEN aus dem heißen Afrika gesendet.
Und auch von uns, Angelika und Gabriele, ganz liebe Grüße und besinnliche Stunden. Den Schnee, den ihr jetzt erleben dürft, vermissen wir sehr.
Wir sehen, lesen und hören uns im NEUEN JAHR wieder. :))

Freitag, 1. Dezember 2017

Heute muss ich Euch von unserem bewegenden "Fest" mit unseren Teachern berichten.
Jetzt, am Schuljahresende und unserem ersten abgeschlossenen Jahr des Programms Curious Kids- in nappies, war es uns ein ganz besonderes Anliegen, unsere Teacher entsprechend zu würdigen. So entwarfen wir besondere Certificates, luden sie zum Essen ein und bereiteten Weihnachtsgeschenke vor.
Wir trafen voll ins Schwarze und alle waren so überrascht und erfreut, dass uns die Tränen in die Augen stiegen.
Wir sagten ihnen, wie wertvoll und toll ihre Arbeit ist, wie sehr wir sie schätzen und wie wichtig gerade diese Arbeit am Lebensbeginn eines Menschen ist, was sie selber aus ganzem Herzen heraus mittragen.
Wir besprachen, dass das nächste Jahr mit einer kleinen Gehaltserhöhung gesichert ist und wir die zwei Assistentinnen mitbezahlen können.
Die drei Lehrer und wir zwei, Angelika und ich, Gabriele, erleben wirklich das Wunder einer ersten gedanklichen Veränderung in diesen drei Einrichtungen. Und wir merken, dass das Samenkörnchen sich immer fester verwurzelt und Interesse bei immer mehr Menschen weckt.







Samstag, 25. November 2017

Sonntagmorgen 7.00 Uhr.
Wir werden geweckt von Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen. Bei Euch ist es noch eine Stunde früher.
Jetzt ist für mich die schönste und ruhigste Zeit, Euch neue Kleinig- und Großigkeiten aus unserem Leben zu berichten.
Die aufregende Zeit der Graduierungen und der Weihnachtsfeiern beginnt jetzt, kurz vor den langen Sommerferien.
Die Mädchen kommen vielfach in weißen Kleidern mit Kränzen auf dem Kopf
 und erinnern an unsere Kommunionkinder

Schon im Kindergarten, wenn die Kinder in die Schule entlassen werden, erhalten Sie ein erstes Zertifikat mit einer Urkunde - ein ganz, ganz feierlicher Akt. Im Kindergarten Noluthando wurde diese Feier mit der Weihnachtsfeier zusammengelegt.
So wuselten am Samstag ab 12 Uhr alle Eltern mit ihren Kindern in Festtagsgarderobe (erstaunlich, was sich die Eltern zusammenleihen) im Kindergarten herum.
Und bei der eigentlichen Graduierung bekommen die Kinder die feierlichen schwarzen Roben angezogen und die entsprechenden Doktorandenhüte aufgesetzt.
Für Eltern und Kinder der erste Tag mit einem sehr wichtigen Dokument.
Übrigens alle Zertifikate, ob für einen Workshop, eine Ausbildung, eine Anerkennung, sind gleich wichtig. Und wir beteiligen uns gerne an dieser besonderen Form der Belobigungen mit Zertifikaten für unsere Lehrer jetzt am Jahresende.

In dem Kindergarten Noluthando, der erste einer Reihe von Einrichtungen, denen wir Weihnachtstüten packen oder wenigstens etwas dazu beisteuern, haben wir nun auch die ersten 60 Geschenktüten verteilt.
Die Kinder bekamen neben den wichtigen Hygieneartikeln wie Seife, Zahnpasta, Zahnputzmittel je ein Obst, eine Süßigkeit, ein Kuscheltier oder anderes Spielzeug und dazu ertmalig vom Verein Noluthando gesponserte T-Shirts mit dem Logo des Kindergartens. Die Kinder und auch alle dort arbeitenden Erwachsenen  zogen gleich ganz stolz ihr neues Hemd über. Der große Wunsch der Kindergartenleiterin, die, wie alle hier in Schule und Kindergarten einheitliche Kleidung tragen, wurde jetzt endlich erfüllt.
Insgesamt wollen wir ca. 150 Weihnachtspäckchen packen, bei einigen davon nur mittun.
Dank der besonders großzügigen Spende einer Familie unseres Heimatstädtchens und dem Spendenlauf der Fleher Grundschule können und konnten wir viel Weihnachtsfreude verbreiten. Auch an dieser Stelle noch einmal unser herzlichstes Dankeschön!!!!!





Letzte Woche haben wir eine neue Assistentin für die Mutter-Kind-Gruppe gefunden, die zunächst Sanele bei seinen Aufgaben hilft. Auf längere Sicht wird er sie aber auch ausbilden und für neue Gruppen fit machen. Ab Januar wird sie mitarbeiten, aber bis dahin an meinen Unterrichtsstunden für die Lehrergruppe teilnehmen. Wir sind gespannt, wie sie sich entwickelt wird. Willkommen in unserem Team.

Für uns wachsen die Aufgaben. Waren wir doch noch nie in unserem Leben Arbeitgeber und in diese vielfältigen Aufgaben und Verantwortungen müssen wir erst einmal hineinwachsen. Lob und Anerkennung sind hier noch wichtiger als bei uns, sich kümmern um den Rest der Familie, Freiheiten lassen, wo es schon gekonnt wird, Regeln aufstellen und einhalten, wenn es der Hilfe bedarf. Eine Gradwanderung!!!!

Ein neues Patenkind, ganz erschöpft von dem anstrengenden Kindergartenalltag.

Und dann noch das Programm  CRECHE BABYS - NOT STREET BABYS.
Immer mehr wagen wir uns in die Hütten, die wir alleine gar nicht finden würden und wo die Gefahren eines Überfalls größer sind als auf den sogenannten Hauptstraßen. Wir möchten durch viele Gespräche und Begegnungen zunächst das Vertrauen in uns stärken, dann ihre Verantwortlichkeiten in dem Projekt einfordern, um sie aus der Nehmermentaltät herauszuholen und zur Mitarbeit anzuregen.
Das ist für uns manchmal deshalb so schwer, weil wir die Armut nicht nur sehen, die sich nach Außen verbirgt, sondern auch riechen, fühlen und schmecken können. Am liebsten würde ich ganze Häuser einrichten, Kleidung, Haushaltsgegenstände usw. verschenken, um mich besser zu fühlen, ich, die in einer echten Wegwerfgesellschaft großgeworden ist, damit es MIR besser geht.
Aber wie sagte ein kluger Mensch schon vor Zeiten: Gib einem Armen einen Fisch, so hat er an einem Tag zu essen, lehre ihn zu fischen, ist er ein Leben lang satt.

Die herzliche Yamekale mit einem der Kleinen in der Babygruppe, in der alle Geschenke lagern, ehe es ans Verteilen geht.





Freitag, 17. November 2017

Wir sind schon wieder vier Wochen in SA, aber es kommt uns vor, als wären wir nie weg gewesen.. Angelika und ich, Gabriele,haben  in dieser Zeit schon wieder sehr viel erlebt und Sichtweisen verändert durch viele, viele Gespräche mit weißen und schwarzen Südafrikanern.Wir waren häufig Gast in den Hütten der Townshipbewohner und haben gesehen und gehört, wie sie leben und was die wichtigsten Wünsche für sie sind.
Am allerwichtigsten möchten sie mit ihren Kindern sicher sein.( In den 4 Wochen hörten wir von drei Todesfällen auf Grund von Gewalt in dem Township Mandela Park.) Die Hütten sind nicht sicher, es fehlen oft Schlösser und sichere Holztüren, manche Fenster sind nur mit Pappe abgedichtet und die Konflikte untereinander (verschiedene Nationalitäten, Mafia und Drogen) sind sehr groß.
Dann hätten sie gern Arbeit, um für sich und ihre Familie sorgen zu können. Nur ca. 20% der Townshipbewohner haben zwar einen regelmäßigen Verdienst, aber häufig stehen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße. Dann gibt es  kaum etwas zu essen für alle. (Die Familien bestehen häufig aus 6 - 8 Personen und wenn überhaupt, aus einem Verdiener.) Alle Eltern möchten, dass es ihre Kinder einmal besser haben, aber durch ihre eigene kaum vorhandene Bildung, kennen sie keinen Weg, der ihnen das ermöglicht. Sie wissen nicht, dass regelmäßige Bildung, am besten schon von der Kindergartenzeit an, mit Regelmäßigkeit, Interesse, an dem was die Kinder tun, regelmäßige Gespräche mit ihnen, eine Grundvoraussetzung ist. Vor einigen Tagen hörten wir, dass die Kinder oft erst am ersten Schultag angemeldet werden, wenn jedoch die Klassen voll sind, werden sie erst ein Jahr später beschult. So bleiben viele Kinder auf der Strecke und ein Leben lang Analphabeten. Deshalb versuchen wir, durch regelmäßige Besuche, einmal die Beziehung zu stärken zum anderen durch Gespräche die Wege und Wichtigkeit von Bildung verständlich zu machen.
Unser Netzwerk von weißen Südafrikanern, die auch mithelfen, den Kindern eine Chance zu geben, wächst und durch die Gespräche mit ihnen, verstehen wir immer mehr die Mentalität der Schwarzen.
(Unsere Geduld wird hier z.B. sehr oft stark strapaziert. aber seitdem wir hörten, dass Scham und Ängste eine große Rolle bei ihnen spielen, wenn Weiße auf sie zukommen, entwickeln wir langsam mehr Verständnis).

Im Augenblick haben wir durch die heimischen Sponsoren 20 Kindern einen sicheren Kindergartenplatz ermöglicht, 14 Kinder mehr als zu Beginn des Jahres.


Angelika und ich, Gabriele bei einer Patenfamilie
Der Weg durch das Township zu den Hütten, 
 
Außerdem gibt es für den Kindergarten Noluthando eine neue Assistentin, die der Erzieherin hilft, ihre Aufgaben zu bewältigen.
Auch für die Mutter-Kind-Gruppen sind wir noch auf der Suche nach einem Assistenten.
Für uns ist es absolutes Neuland, mit so vielen Angestellten umzugehen,Vorstellungsgespräche zu führen und Verträge abzuschließen. Dabei kommen wir durch die Mentalität der Schwarzen oft an unsere Grenzen, denn IHRE Auffassung von Pünktlichkeit, Absprachen einhalten und Arbeitsweisen
unterscheidet sich stark von unserer.  :) 



Freitag, 10. November 2017

Neben all den erfüllenden Dingen erleben wir auch immer wieder Rückschläge und echte "Apartheid", die wir hier so bisher nicht erleben mussten.
Rückschläge in Form von einer "Neiderin", die unser Programm auf Ihre Fahne schreiben möchte, da Sie uns hin und wieder geholfen hat, Material zu finden, unseren Teachern Einblick verschafft hat und uns in Ihrer Mutter-Kind-Gruppe hat hospitieren lassen. Das hat uns mächtig erzürnt, weil hier Zusammenarbeit anscheinend ein Fremdwort ist.

Apartheid, weil wir mit unserer Mutter-Kind-Gruppe, die zum Abschluss ein Picknick mit Übergabe Ihrer Certificate machen wollten, fast aus einem Park, der anscheinend nur  den "WEIßEN" dient, herausgeflogen wären. Sanele, unser Teacher musste viele besänftigende Worte finden, sich zigmal entschuldigen, bis wir endlich bleiben konnten. Dennoch wurden wir die ganze Zeit mit Argusaugen beobachtet - eine neue, unschöne Erfahrung für uns.
Das Fest selbst war dann trotzdem, besonders für die jungen Frauen, ein herausragendes Ereignis und mit viel Power, Lebensfreude und Humor. ( Die T-shirts mit unserem Logo hat allen ein Lächeln auf ihre Gesichter gezaubert.)



Danach haben wir uns mit Hilfe eines Pastors und eines Guides auf die Suche nach Familien gemacht, die ganz besonders bedürftig sind.
Es ist schwer, zu sagen, "Du wirst von uns gefördert, Du nicht", denn es gibt soooooo unendlich viele Familen, die der Hilfe bedürfen. Aber in diesem Jahr können wir 12 neuen Kindern eine Chance auf ein besseres Leben bieten. Sie werden einen sicheren Start ins Leben erfahren, bekommen genügend zu essen und werden in jeglicher Hinsicht spielerisch gefördert, die gesamte Kindergartenzeit, bis zu ihrem 6. Lebensjahr hindurch. Das ist unser Anliegen,
und wir danken den vielen Menschen, die dies ermöglichen. DANKE, DANKE, DANKE. Die Eltern sind so dankbar, dass viele weinen, dass sie diese Chance bekommen und schicken tausend Grüße nach Deutschland.



Samstag, 28. Oktober 2017

Seit knapp 14 Tagen sind wir wieder im Lande. Wir wurden freudig am Flughafen von einer deutschen, hier ansäßigen  Frau empfangen, die wir schon als Freundin bezeichnen. Immer wieder hilft Sie uns bei unseren Projekten und besonders, wenn wir in Deutschland sind. Ein schöner Empfang 😊

Die Türkisch-Airlines hat uns kein Zusatzgepäck bewilligt, und so konnten wir leider nicht alle Spenden in unseren zwei Koffern verstauen - ein ärmliches Zeichen einer so reichen Fluggesellschaft!!!!😭

Alle Erzieher/innen konnten es kaum erwarten, uns wieder in ihre Arbeit einzubinden und besonders-sie zu präsentieren. Wir sind beglückt und erstaunt, dass unsere Erziehungsarbeit in den Kindergärten und der Mutter-Kind-Gruppe reiche Früchte trägt.

Dennoch gibt es weiter viel zu tun, Material ist zu besorgen, neue Spielideen zu zeigen, alte Spielideen ein wenig zu verbessern usw.
Die zwei Wochen waren schon wieder gefüllt mit vielen Terminen.

Schön ist, dass wir unseren Erzieher/innen einen Workshop mit Legosteinen anbieten und sponsern können, damit sie sich ein wenig intensiver mit diesen Materialien befassen können.

Daneben sind wir auf der Suche nach einem neuen Kindergarten und einer neuen Erzieherin, um unser Programm: CURIOUS KIDS - in nappies weiter verbreiten zu können.

Dabei sind wir auf einen Kindergarten gestoßen, der unser Herz fast zum Stillstand gebracht hätte:
Ein schöner, leider unisolierter Raum, eine Reihe von Kindern, Stühle für den sonntäglichen Gottesdienst und unbezogene Matratzen für den Mittagsschlaf. Zwei Kindertische, 8 Kinderstühle und in der Ecke ein kleiner schmutziger Haufen Puppen/Kuscheltiere, das war es!!!!!!!
Eine Großmutter sitzt an der Tür und passt auf die Kinder auf. Einmal am Tag kommt eine Erzieherin, spielt eine Std. mit den Kindern und mitgebrachtem Spielzeug und verschwindet dann wieder mitsamt dem Spielzeug (könnte ja wegkommen).
Wir überlegen was wir tun können und dürfen.


Daneben nehmen wir Kontakt auf mit den Pastoren und Sozialarbeitern vor Ort, um besonders bedürftige Kinder zu finden, die wir ab Januar mit in den Kindergärten integrieren möchten.
Jedes Kind, das wir aus dem gefährlichen Township in einen gesicherten Kindergarten bringen können, ist für uns ein Sieg. Aber alles braucht Zeit und gutes Auswählen und Hinschauen.

Aber dieses Mal haben wir uns ja fast 1/2 Jahr Zeit gegeben, um alles in Ruhe entstehen zu lassen.😄


Donnerstag, 28. September 2017

Da sind wir wieder!!!!
Im Frühling und Sommer 2017 haben wir wieder viel für die Noluthandokinder tun können.

In einem Soester Kindergarten konnten wir mit Hilfe des Kindergartens und einer tollen Mutter, die wir schon länger im Dienste Noluthandos kennen, auf einer Tombola Spenden für den Verein sammeln.

Bei einem Spendenlauf einer Düsseldorfer Grundschule liefen viele, viele Schüler für die südafrikanischen Kinder und konnten eine große Summe erlaufen.



Durch viele Vorträge, konnten wir einiges an Geld sammeln, um das nächste Jahr wieder abzusichern.
Und nicht zu vergessen, die vielen Dauer-und Einzelspender, die uns all dies hier ermöglichen.

Eine Familie spendete uns eine große Duploeisenbahn, die wir mit in einen Kindergarten nach SA nehmen.

Viele Eltern spendeten Kinderkleidung, Schuhe und Spielzeug. Das alles kann hoffentlich in unseren Koffern verstaut werden. Die Türkisch-Airlines lässt uns leider bisher hängen. Wir baten darum, mehr Koffer kostenfrei mitnehmen zu dürfen. Haltet uns die Daumen, dass es doch noch gelingt.

Unser Verein darf nun auch KATASTROPHENHILFE anbieten. Die Satzung ist dementsprechend geändert.

Viel Werbung hat dazu geführt, dass wir eine kleine Warteliste für Patenkinder haben, die schnellstmöglich gefunden werden sollen und in einem unserer Kindergärten Platz finden werden. Weitere Pateneltern sind gern willkommen. Mit 30€ pro Monat hätte ein Kind Unterkunft, Verpflegung und Bildung.

Wir suchen dringend Menschen, die noch helfen, eine 4. Erzieherin zu bezahlen. Mit 10 Spendern a`20 €  und Monat wäre das Gehalt gesichert.

Mit ganz viel Vorbereitung, Ideen, Wünschen und Visionen starten wir am 17. Oktober wieder nach HoutBay Kapstadt und werden dort schon sehnsüchtig erwartet.

Hier sei noch einmal DANKE gesagt an all die kleinen und großen Spender und Spenden - ohne Eure Hilfe wäre all das, was unser Herz bewegt, gar nicht möglich. DANKE, dass ihr ein Teil unserer Vision seid!!!!!!!!!
Gabriele und Angelika

Montag, 17. April 2017

Hallo!
Bevor wir wieder im Oktober nach Afrika fliegen, hier ein kleines Resümee unserer Arbeit und unserer Gefühle:

Wir sind glücklich, dass trotz des Brandes unser Projekt "CURIOUS KIDS -in nappies" gut angelaufen ist.
Unsere drei Erzieher/Innen haben mit unserer Hilfe ein gutes Aufgabenfeld  entwickelt und sind gut in die Kindergärten oder den Kinderhort integriert. Die Day-care-mothers kommen jedoch nach dem Brand bisher nicht mehr. Da ist zu erforschen, was gerade diese Muttis daran hindert, die kostenlose Ausbildung, die sie erfahren könnten, im Augenblick nicht wahrnehmen. Wir vermuten, dass der Brand mit all den Aufregungen und Arbeiten ein mögliches Hindernis sein könnte.

Unser neues Projekt "CRECHE BABIES - no STREET BABIES" hat sechs Kinder in den Kindergarten Noluthando aufgenommen, für vier Kinder konnte bisher eine Kindergartenpatenschaft gefunden werden, die erste sogar aus Kapstadt selbst. Die anderen Beiträge übernimmt zunächst der Verein, bis auch für diese Kinder Paten gefunden werden.

Im Oktober möchten wir weitere Kinder aufnehmen, sehen wir doch einen riesengroßen Bedarf in dieser Art Hilfe. Die meisten Eltern sind nicht in der Lage, 30 € im Monat für eine Ganztagsbetreuung samt Mahlzeiten aufbringen zu können.

Uns jedoch reizt gerade diese Art von Hilfe:
- die Kinder in dieser Zeit von ca. 8.00 morgens bis ca. 17.00 Uhr abends  bestens versorgt.
- sie leben nicht mehr fast auf sich alleingestellt auf den Straßen der Townships
- sie bekommen durch unser Programm ganzheitliche Erziehung, Anregung und englische Sprache       vermittelt und werden  intensiv gefördert
- sie erfahren Liebe und Geborgenheit





Wir sind stolz und glücklich in Südafrika sooo viel erreicht zu haben.

Sonntag, 2. April 2017

Unser neues Projekt " creche babies - not street babies" ist angelaufen.
Durch den Pastor einer Gemeinde haben wir Zugang zu den großen Zelten erhalten, in denen Obdachlose untergebracht sind. Die Menschen leben hier ohne einen eigenen Intimraum gemeinsam in den riesigen Zelten, nach Männern und Frauen mit Kindern getrennt. Die Familien sind auseinandergerissen und können sich nur im Freien sehen. Toilettenanlagen und Duschen stehen bereit. Auf dem Gelände werden vom Staat Wände für neue Hütten zusammengebaut, sodass einige bald wieder ein Dach über dem Kopf haben.
Hier haben wir zwei  Kinder gefunden, die ab Montag unseren Kindergarten besuchen können.


Das sind Tebogo 3 Jahre                      und Lulu 2,5 Jahre alt

                        Ein Kind kommt zu uns, das in dem Mutter-Kind-Projekt dabei ist.

                            

Unsere Suche nach den ärmsten Kindern im Township führte uns aber in noch erbärmlichere Gegenden und Hütten. Erschrocken und fassungslos konnten wir sehen, wieviel Armut es hier gibt. Ich glaube, dass eine Hundehütte in Deutschland komfortabler eingerichtet ist, als diese Löcher, in denen hier gehaust wird. Und dazwischen die kleinen Kinder, hungernd, ohne Ansprache und Förderung,
Wir haben uns entschlossen, auch hier einigen Kindern eine Chance zu geben, übernehmen so lange den Kindergartenbeitrag von 300 Rand, bis sich Paten für diese Kinder gefunden haben


                

Bei diesen dreien wird sich morgen entscheiden, ob sie unser Angebot annehmen.


Dienstag, 28. März 2017

Jetzt ist eine ganze Woche vergangen, ehe ihr wieder etwas von mir hört.

Die Zeit ist rasend schnell vergangen. Wir haben viele Lebensmittel gekauft und an die Obdachlosen und sehr armen Leute verteilt.
Langsam wird der Staat aktiv und liefert das Material, Holz und Wellblech, für die Hütten. Leider bekommen nur die etwas, die registriert sind. Viele Papiere sind jedoch verbrannt, und viele andere Menschen leben hier ohne Papiere. Die einen müssen sich die Papiere neu ausstellen lassen, was ein langer, langer Weg ist, die anderen gehen leer aus.
Im Township wird gearbeitet und Hütten errichtet, oft aus den halbverbrannten Materialien, Löcher werden mit Kronkorken gestopft. Dieses Elend und diesen Gestank können wir kaum ertragen. ( So stelle ich mir die Städte nach dem Krieg vor, was ich ja nicht erleben musste.)
Wir sponserten eine Fuhre Möbel für eine Obdachlosenfamilie und auch andere bekamen Möbel, Betten und Hausrat gestiftet. Gut ist derjenige dran, der jemanden kennt, der ihm helfen kann.
Am Ortsrand sind riesige Zelte aufgebaut, in denen, ich weiß nicht wieviele Menschen untergebracht sind. Es sieht aus wie ein großes Flüchtlingslager, und hunderte von Menschen sehen wir hier leben. Viele haben sich irgendwie eingerichtet. Das Leben geht weiter.
Wir haben unsere Hilfe auf Nahrung, Kleidung beschränkt und einige Kindergartenplätze für die Ganztagsbetreung für Babys und Kleinkinder vorbereitet, die wohl in der nächsten Woche im Kindergarten Noluthando aufgenommen werden.

Zwei Projekte laufen wieder. Wir konnten unterrichten, Spielstunden entwickeln und Material sammeln und verteilen, aber unsere Hauptsorge galt den hungernden Menschen.

Am Wochenende haben wir einmal ganz abgeschaltet und an einer Safari teilgenommen. Ein ganz anderes Land zeigte sich uns. Es war aufregend und spannend und - in den frühen Morgenstunden - eisig kalt. Es war sooo erholsam, einmal nur etwas für sich zu tun, andere Dinge zu erleben und wieder einmal Atem zu holen.

Seit Montag läuft unser drittes Projekt, und Mütter und Kinder kamen wider Erwarten, obwohl einige von ihnen zu den Obdachlosen gehören. Ich glaube, dass diese SPIELOASE für alle eine Wohltat darstellt.  Die gebeutelten Mütter und Kinder konnten sich richtig in der liebevoll gestalteten Atmosphäre fallen lassen.  Auch hierhin brachten wir etwas zu essen mit, was dankbar und gerne genommen wurde.

Sonntag, 19. März 2017


Gestern haben wir mit unseren Vermietern, die noch NIE das Township gesehen haben, obwohl sie 500m davon entfernt wohnen, die verbrannte Gegend besucht.( Alleine traut sich besonders Phillipa, die Frau des Ehepaares, dort nicht hinein.)
Es hat uns alle tief bewegt, dass dort schon wieder mit Mut, Elan und Kreativität gebaut wird. Manche haben selbst etwas Geld, einige, wenige haben das Glück gehabt, vom Staat etwas Material bekommen zu haben, anderen ist von  hilfsbereiten Weißen unter die Arme gegriffen worden, viele zimmern sich aus den Resten der verbrannten Stadt neue Hütten.
Ganz viele Hütten sind im Aufbau begriffen. Überall geschäftiges Treiben.
Dazwischen Abfall, verbrannte Hüttenteile, Hausrat, der nicht mehr gebraucht werden kann, spielende Kinder auf den Trümmerteilen. Und fröhliche, oder gefasste Gesichter. Ich hätte weinen und lachen zugleich können.
Zitat einer Einwohnerin von Houtbay:

"Wir dürfen kurz leiden und weinen, dann stehen wir wieder auf, essen, atmen durch und bauen!"












Und überall Kinder, Kinder, Kinder, halb verhungert, verwahrlost, und dennoch lachend und spielend.
Aus diesem Elend, dieser Not, haben wir uns entschlossen, neben den Lebensmitteln, die wir täglich verteilen, ein weiteres Projekt ins Leben zu rufen.
Neben unseren  drei Projekten "curious kids-in nappies" gibt es seit heute das ganz neue Projekt:

"creche babies - no street babies"

 Wir wollen Babys und Kleinkinder von den Straßen  holen und  ihnen einen geschützten Platz in einem unserer Kindergärten vermitteln. Dort nehmen Sie an unseren Programmen teil und bekommen dort Zuwendung, Nahrung und Anregung tagsüber. Am Spätnachmittag werden sie von ihrem Mammies wieder abgeholt und bleiben in ihrem häuslichen Umfeld. So erhoffen wir uns Hilfe für die ganze Familie und besondere Hilfe für unsere kleinen Kinder, die uns sooooooo sehr am Herzen liegen.
Mit einer Kindergartenpatenschaft von uns für unsere creche-babies haben wir begonnen, Tania geht ab morgen in den Kindergarten Noluthando. 


Viele von Euch kennen Tania noch vom letzten Jahr, als sie eine Day-Care-Einrichtung besuchte. Aber das Geld reichte nicht mehr aus und so musste die Oma auf Tania aufpassen. Ohne richtige Nahrung und Anregung hat sich Tania bisher nicht weiter entwickeln können. Das wird sich jetzt, dank uns, hoffentlich bald ändern.

  Ein Kindergartentagesplatz kostet im Augenblick 300 - 400 Rand monatlich, 
dass sind 20-30 €, inclusiv Essen und Trinken je nach Kindergarten.


Auch für dieses Projekt brauchen wir natürlich viele, viele interessierte, warmherzige Menschen, die sich vorstellen können, einem Kind in dieser Form zu helfen.

Es ist schon verrückt, aber wir können nicht anders, als all unsere Kraft, unseren Mut, unser Geld in dieses Südafrika zu investieren. Südafrika frisst uns mit Haut und Haaren - und das gefällt uns.




Donnerstag, 16. März 2017

Wir hören hier immer mehr von den furchtbaren Nöten der Menschen nach der Brandkatastrophe. Die Zahl der verbrannten Häuser ist auf 2500 gestiegen, die Zahl der Obdachlosen wird auf 20000 geschätzt, Todesopfer gibt es nach jetzigen Angaben 12.
Viele Einwanderer aus anderen afrikanischen Staaten sind noch nicht registriert, da es ein sehr langes, aufwändiges Verfahren ist. Sie werden vom Staat nicht unterstützt. Und gerade da, wo sich diese Menschen ihre Hütten gebaut haben, hat es am meisten gebrannt, ca.1/4 des gesammten Townships, Dort stehen die Hütten so eng, dass die Feuerwehrautos dort nicht mehr löschen konnten (s. voriger Bericht - Helokopter).
Diese Menschen besitzen, auf Grund ihrer momentanen Illegalität, auch kein Konto bei einer Bank. Das mühsam ersparte Geld ist natürlich auch mitverbrannt. Das heißt, sie können auch absolut gar nichts aus eigenen Anstrengungen kaufen. Viele sind arbeitslos oder haben einen kleinen Hilfarbeiterjob, oft nur stundenweise.
Vieler unserer Projektkinder, gerade die, die so arm sind, dass sie keinen ofiziellen Kindergarten besuchen können, wirken verstört und apathisch. Die day-care-mummies, die auch ihre Hütten verloren haben, die Eltern unserer Kinder und eine unserer Erzieher/innen sind richtig traumatisiert und kämpfen ums reine Überleben. Gerade diese Menschen wollten und wollen wir ja durch unser Projekt "Curious kids - in nappies" erreichen.
Nun geht es nur noch darum, für den nächsten Tag Essen und Unterkunft zu beschaffen. Und da helfen wir nach besten Kräften mit.
Wir sind von all diesen Eindrücken und Erlebnissen voll angefüllt, oft sehr erschöpft, können kaum richtig schlafen und sind sehr, sehr angerührt.
Es herrscht hier eine Gemeinschaft wie in einer großen Familie. Unsere Freunde von hier erzählen uns, dass das wohl hier in Houbay auch einzigartig in Afrika ist.
Jeder, ob schwarz, ob weiß,hilft jedem, soviel er/sie kann. Selbst in der kleinsten Hütte rücken die Menschen zusammen, geben ihre Kleidung, Essen, Möbel ab, die sie entbehren können. Eine derartige private Hilfs-und Notgemeinschaft habe ich noch NIE erlebt. Caritative Hilfsorganisationen kümmern sich hier nicht, dafür gibt es diverse, auf Privatinitiative gegründete Hilfsgemeinschaften, zu der wir uns auch zählen.
Für das kleinste Stück Brot, Wasser, Obst.... wird uns überschwänglich gedankt. Das ist es, was uns auch immer wieder antreibt, trotz aller Mutlosigkeit, die uns manchmal überkommt, weiter zu machen.
Bilder kann ich auf Grund  der von mir geachteten Würde dieser Menschen im Augenblick nicht machen, jetzt müssen erst mal Worte reichen.
Danke fürs ZUHÖREN. Und DANK an alle Spender, die uns die Arbeit erst hier ermöglichen, jedes Dankeschön, jede Umarmung, jedes Strahlen, jede Träne gebe ich hier an Euch weiter.

Gabriele und Angelika ( die zwei deutschen Engel, wie wir hier genannt werden)

Mittwoch, 15. März 2017

Jeden Tag bringen wir Lebensmittel, Getränke, Obst, Windeln und Anziehsachen zu unserem After Care. Dort wird im Augenblick nicht gearbeitet, sondern dient der Unterkunft vieler Obdachloser, darunter auch viele Familien aus unseren Projekten. Hier wird jeden Tag in großen Töpfen gekocht, und viele Obdachlose aus dem Township können kommen und hier essen,  Hier fließt das meiste des von Euch gespendeten Geldes hin, weil wir wissen, dass das Geld sofort in Nahrung umgesetzt wird
.
Überall gibt es Stationen, wo gespendete Sachen abgeholt werden können. Die Menschen stehen stundenlang mit einer bewundernswerten Geduld an, Hier können sie sich aussuchen, was sie speziell für sich und ihren Hausstand benötigen.
 Noch nie waren wir hautnah bei einer derart enormen Hilfswelle von Privatleuten dabei. Wir sind total berührt.
Angelika und ich können das Elend, was sich uns bietet, nur aushalten, indem wir etwas tun.












Sonntag, 12. März 2017

Noch ganz erschüttert schreibe ich hier heute über die Ereignisse der Nacht.
Gegen 2.00 Uhr ist hier in einem unserer Townships, "Mandela Park" ein riesiges Feuer ausgebrochen, was bis jetzt, 18.00 Uhr noch nicht völlig gelöscht werden konnte. Der Brandherd liegt so ungünstig, dass die Feuerwehr nicht an den Brandherd herankommt und mit Hubschraubern gelöscht wird








Ganz Hout Bay ist in Aufregung und in Sorge um all die vielen betroffenen Menschen. Im Augenblick sagt man, es seien ca.2000 Hütten verbrannt, ca. 6500 Menschen obdachlos, aber die zahlen wachsen stündlich. Es soll zwei Tote geben.
In wieweit unsere Mütter und Kinder betroffen sind, werden wir morgen erfahren und dort zusätzliche Hilfe leisten.

Eine große Hilfswelle von Privatleuten ist angerollt und verteilt an die Menschen alles Lebensnotwendige, zunächst das, was gespendet wird. Es gibt eine private Organisation

www.thula-thula.org

ganz um die Ecke, wo minütlich Autos mit Menschen anrollen, 
die Sachen und Lebensmittel spenden, die unverzüglich zum MandelaPark ( Name des Townships) 
gefahren werden. Dort haben wir auch unsere Spenden hingegeben, damit sie in die richtigen Hände 
kommen.
Wir sind beeindruckt und auch ein wenig getröstet, dass die Schwarzen nicht allein gelassen werden.
Sind die Obdachlosen registriert, bekommen Sie einiges an Material, um ihre Hütten wieder notdürftig
aufbauen zu können. Das reicht aber hinten und vorne nicht aus.




Auch unser Konto steht für Spendengelder offen. Ab morgen können wir mit unseremTeacher Sanele,
die Kinder und Eltern unserer Projekte besuchen, um dort gezielt helfen.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, gerade "unseren" Kindern genügend Kleidung
und Nahrung zukommen zu lassen.

Mittwoch, 8. März 2017

Hallo, da bin ich, Gabriele, wieder aus dem fernen Südafrika!!!!

Hört Ihr mein Strahlen? - Das dritte Projekt hat mit Erfolg begonnen. Entgegen aller Wünsche mit den Muttis und Babys in zwei sogenannten Mutter-Kind-Gruppen zu arbeiten, was ja leider aus mangelndem Interesse der "Hangbergmuttis" ( Township der coulored people) mißglückt ist, hat Chrissi, die dritte Teacherin, nun in einem Hangbergkindergarten die Arbeit mit viel Erfolg aufgenommen. Die Leiterin, die anderen Teacher und die Kinder scheinen sehr begeistert von ihrer Arbeit zu sein. ( Ich werde wohl noch etwas daran feilen wollen, da immer noch alles auf "Lernen" ausgerichtet ist.)








                                 

Sanele, der Teacher vom Mandela Park ( Township der black people) ist nicht nur erfolgreich mit seinem Mutter-Kind-Projekt, nein, es ist toll mit anzusehen, wie er sowohl selbständig, als auch im selbständigem Tun der Kinder die gleichen Absichten verfolgt, wie es auch unserer Vision entspricht. Es ist eine sehr lustige Truppe, die mit uns und wir mit ihnen viel Spaß haben.

                Das ist doch am WELTFRAUENTAG Frauenpower pur, oder???