Mittwoch, 15. April 2020

Wir sind wieder daheim!!!🏡🏡🏡

Sehr, sehr dankbar sind wir dem Deutschen Auswärtigem Amt, das uns in ihr Rückholprogramm aufgenommen und uns gesund nach Deutschland zurückgeflogen hat. DANKE!!!!!!💑

Die letzten zwei Wochen, als der "Lockdown" in Südafrika ausgerufen, die Kindergärten und somit unser Programm gestoppt wurde, fühlten wir uns plötzlich arbeitslos.
Unsere "Teacher" flüchteten z.T. in ihre Heimatorte, da sie sich dort sicherer fühlen.

Durch unsere Whatsapp Kontakte hörten wir von den vielen arbeitslosen, und damit hungernden Menschen.

Wir nahmen diese Information als neue Aufgabe an.  Fast 3/4  "unserer" Familien lebten schon von den letzten Vorräten, und wir versorgten sie.

Mit viel Freude empfingen die Eltern unserer Patenkinder die Lebensmittelspenden und für die ganz Kleinen gab es noch ein Paket Windeln dazu.😊


Durch unseren Pastor hörten wir täglich von immer mehr Not und setzten uns entsprechend immer mehr ein. Wir kauften jede Menge Grundnahrungsmittel, und der Pastor verteilte sie an die Menschen in den Townships. Nun wurden auch alte und kranke Frauen und Männer bedacht, für manche sogar mitgekocht. (s.vorheriger Blog)
Hier teilt er die Riesentüte Reis in viele kleine Portionen auf.


Der "Lockdown" wird in Südafrika bis mindestens Ende des Monats weitergeführt, und die Menschen hungern mehr und mehr.



Wir setzen von Deutschland die "Hungerhilfe" weiter fort und wissen, dass das Geld gut verteilt wird.           ☕🍝🍜🍛🍞🍵🍅🍌🍆

Ganz, ganz froh sind wir, dass wir auch aus der Ferne helfen können, verfolgen uns doch die Bilder unserer Kinder, Eltern und alten Menschen auch hier noch sehr.

An dieser Stelle möchten wir uns wieder einmal bei all den selbstlosen Menschen bedanken, die durch eine Geldspende unsere Hilfen erst möglich machen. Wir können uns, ehrlich gesagt, nicht oft genug bedanken, hoffen wir doch ein wenig Not lindern zu können. DANKE. Danke. Danke

In der Hoffnung, nach der Pandemie alle Südafrikaner/innen und alle Spender/innen gesund wieder zu erleben, schließe ich nun den Blog, bis wir - hoffentlich - unsere Arbeit in SA wieder aufnehmen dürfen.

Bleibt alle gesund.💗💗💗💗  wünschen Gabriele und Angelika

Freitag, 3. April 2020


Wahrscheinlich geht es Euch wie uns......................

wir fühlen uns in einer unwirklichen Welt. Alles, was wir bisher gelebt haben, scheint in Frage gestellt zu sein. Wir fragen uns, was wir dadurch neu begreifen sollen und können.
Die Bestimmungen sind hier sehr streng. Nur einkaufen und Arztbesuche sind erlaubt, keine Spaziergänge am Strand, keine sonstigen Vergnügungen, keine Ausflüge in andere Orte. Alkohol, Zigaretten, Haushaltwaren, Make up etc..... werden nicht mehr verkauft. Die Hygienebestimmungen in den Lebensmittelgeschäften sind sehr hoch, sodass wir uns geschützt fühlen.


Zu Beginn des Lockdowns  erlebten wir viele afrikanischen Menschen in totaler Feier-und Ferienlaune. In Gruppen von vielen Menschen genossen sie die neu geschenkte Freiheit ohne Arbeit, setzten sich zusammen zum Feiern und Trinken.

Die Feierlaune verschwand sehr schnell, als sie kein Geld mehr verdienen konnten und keine Lebensmittel für den täglichen Bedarf mehr bekamen.
Einige unserer allein erziehenden Mütter hatten die Arbeit schon Wochen vorher verloren und auch die alten und behinderten Menschen lebten von den letzten Ersparnissen.
Wir selbst, die keine Aufgaben mehr hatten, fühlten uns hilflos und eingesperrt.

Und dann trafen wir auf Henry, einen Township Pastor.
Mit ihm gingen wir einkaufen, sortierten die Waren und Henry lieferte sie dann aus. Wir erreichten auch alle Familien unserer Projekte.
Viele Menschen sind sehr verzweifelt und kämpfen ums Überleben. Es war schon recht schwierig, die Lebensmittel zu bekommen und einzuteilen.




Wir fühlen uns an der richtigen Stelle, fühlen uns gebraucht und die Gelder unseres Vereins fließen jetzt zunächst mal in hungrige Mägen.

Wie gut, dass auch jetzt einige unsere deutschen Spender die ersten "Hungergroschen" gespendet haben. DANKE. Den Dank der Familien heimsen wir ein, obwohl IHR es seid, die uns das hier alles ermöglichen.



Wir freuen uns, dass wir zur richtigen Zeit am für uns richtigen Platz sind.